röhr - Raum | Gefühl | Erlebnis

Dem Trend auf der Spur

Möbelhersteller Röhr will mit neuer Führung und neuem Profil wieder wachsen

Rietberg-Mastholte. Röhr setzt wieder auf Röhr. Der Mastholter Systemmöbel-Spezialist, seit fast sieben Jahren eine hundertprozentige Tochter des US-Konzerns Bush Industries International und mit vollständigem Firmennamen Röhr-Busch GmbH & Co. KG, besinnt sich auf den etablierten Namen Röhr. Mit neuem Logo ohne den Zusatz Bush und neuem Geschäftsführer präsentiert das Unternehmen zurzeit auf der Möbelmeile sein neuesProgramm.

Helmut Roth heißt der neue Mann an der Spitze des seit dem Einstieg des amerikanischen Mutterkonzerns vor zehn Jahren deutlich veränderten Unternehmens. 1997 beschäftigte Röhr-Bush 700 Mitarbeiter, heute ist es nur noch die Hälfte. Die Mastholter haben sich auf die Sparten „Junges Wohnen“ und „Büromöbel“ konzentriert, haben Schlafzimmer und Massivholzmöbel aus dem Programm genommen. Der Umsatz sank von 1996 bis 2006 von 225 Millionen Mark auf rund 50 Millionen Euro.

Der studierte Wirtschaftswissenschaftler Roth ist 56 Jahre alt und war vor seinem Eintritt in die Röhr-Geschäftsführung am 1. Februar 14 Jahre lang als Geschäftsführer bei einem Hausgerätehersteller beschäftigt. Zuvor stand Roth unter anderem in Diensten von Black&Decker sowie der Licher Privatbrauerei.

In den fünf Werken in Mastholte und Mantinghausen fertigt Röhr im Jahr die Einrichtung von rund 40.000 Kinderund Jugendzimmern sowie 30.000 Büros. In den sechs Programmlinien im Bereich „Büro- Service“, zehn im Bereich „Büro-Mitnahme“, 16 für „Junges Wohnen“ und je zwei für „Wohnen“und„Mitnahme-Einzelmöbel“ kann der Kunde aus rund 6.000 Artikeln auswählen.

Mit den neuen Modellreihen, die das Unternehmen noch bis Freitag während der Hausmesse in seinem 2.500 Quadratmeter großen Ausstellungszentrum an der Dammstraße den Fachbesuchern präsentiertund die ab Anfang 2008 im Möbelfachhandel erhältlich sind, will sich Röhr vom Markt absetzen. Der Aufenthalt inden eigenen vierWänden sollzumErlebnis werden, so der Anspruch. Konsequenterweise führt dasLogodas Versprechen „Raum – Gefühl – Erlebnis“ als Zusatz.

Röhr habe vor der Entwicklung der neuen Programme eine intensive Marktforschung betrieben, sagte Helmut Roth gestern. Man habe sich beispielsweisemitdenTrends der Jugendszene intensiv auseinander gesetzt. Die Folge: Röhr greift die Neigung zu Individualisierung und Kombination von Einzelmöbeln auf. Bei den Büro-Mitnahmemöbeln bieten die Mastholter, nach eigenen Angaben einer der 20größten Möbelhersteller in Deutschland, jetzt einen 48-Stunden-Lieferservice an, egal wo in Deutschland die Möbel bestellt werden.

Mit der Resonanz der Einkäufer an den ersten drei Tagen der Hausmesse war das Unternehmen gestern zufrieden. Holger Hanhardt, Assistent der Geschäftsleitung:„ Das beste Ergebnis der vergangenen Jahre.“ Röhr hofft, den Exportanteil, der aktuell bei 20 Prozent liegt, in der Zukunft steigern zu können. Insbesondere den osteuropäischen Markt haben die Mastholter imVisier.


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Neue Westfälische Lokalteil vom 19.09.2007
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