Die in Rietberg im Kreis Gütersloh produzierende Röhr-Gruppe meldet sich zurück. Unter der neuen Geschäftsführung von Helmuth Roth, mit neuem Logo und einem neuen Sortiment schickt sich das Traditionsunternehmen an, als Anbieter innovativer Kinder-, Jugend- und Büromöbel Profil zurück zu gewinnen. Bei dem Kunden im Möblenhandel kommt das an. "Wir haben schon jetzt das beste Order-Ergebnis bei einer MOW seit vielen Jahren", sagte gestern Roths Assistent in der Geschäftsleitung, Holger Hanhardt.
Röhr produziert in drei Werken in Rietberg auf einer Gesamfläche von 130 000 Quadratmetern; dazu kommen zwei Lager. Etwa die hälfte des geschätzten Umsatzes von etwa 50 Millionen Euro entfällt auf Kinder- und Jugend-, die andere auf Büromöbel. 20 Prozent des Umsatzes gehen in den Export vorwiegend nach Europa. Die Zahl der Mitarbeiter, in den vergangenen Jahren von 600 auf 350 zurückgegangen, ist Roth zufolge jetzt stabil. Eigentümer des 1953 von Gerhard Röhr und Konrad Driftmeier gegründeten Unternehmens is seit 2000 in Jamestown im Staate New York ansässige nordamerikanische Unternehmensgruppe Bush.
Hängestühle unterm Hochbett, ein Schreibtischstuhl mit eingenbauter Rollbremse, drehbare Regale, ein Fußballtor als Bettaufsatz: Vor allem im Kinder- und Jugendbereich, wo Röhr Platz 2 im deutschen Markt belegt, gibt es viel zu sehen. "Unsere Möbel werden frecher", sagt Roth. Zugleich werden die Jugendmöbel aber auch erwachsener - durchaus geeignet auch für Studenten und junge Singles.
Im Brüobereich setzt Röhr ebenfalls auf modernes Design. Im Fachhandel bestellte Ware wird binnen 48 Stunden ausgeliefert.